Modulo-Zuweisung %=
Der Modulo-Zuweisungs-Operator führt eine Restwert-Division aus, indem der Wert der links des Operator stehenden Variablen durch den rechts des Operators stehenden Wert geteilt wird. Das Resultat wird zurück in die Variable gespeichert.
|
|
Siehe auch Zuweisungs-Operator =, Modulo-Operator %
Details
Der Modulo-Zuweisungs-Operator erwartet links einen lvalue und rechts einen rvalue und wird von rechts nach links abgearbeitet. Der Rückgabewert ist in C ein rvalue: Der Wert des linken Operanden nach der Zuweisung. in C++ ist der Rückgabewert ein lvalue: Der (mittlerweile zugewiesene) linke Operand selbst.
Der Modulo-Zuweisungs-Operator verhält sich genau gleich wie der Zuweisungsoperator, nur dass er eine zusätzliche Modulo-Berechnung ausführt. Für Details über die Eigenschaften einer Modulo-Zuweisung wird hier somit auf die Beschreibung des Zuweisungsoperators und des Modulo-Operators verwiesen. Als zusätzliche Erläuterung des Modulo-Zuweisungs-Operators im Bezug zum einfachen Zuweisungsoperator genügen folgende zwei Programmzeilen, welche absolut äquivalent sind:
|
Die gesetzten runden Klammern deuten an, dass aufgrund der Operatoren-Rangordnung bei der Modulo-Zuweisung genauso wie bei allen Zuweisungs-Operatoren der komplette rechte Teil nach den Gleichheitszeichen als EIN Operand ausgewertet wird.
Überladen des Operators
Der Modulo-Zuweisungs-Operator hat grundsätzlich die semantische Bedeutung einer Modulo-Operation und anschliessender Zuweisung des Resultates zur Variablen. Allerdings steht es dem Programmierer frei, eine andere Semantik zu definieren. Allerdings wird der Modulo-Zuweisungs-Operator selten für Überladungen verwendet, da die Semantik oftmals nicht direkt ersichtlich ist.
Die Prototypen für das Überladen des Modulo-Zuweisungs-Operators sind die folgenden (Einschränkungen und Erläuterungen siehe Überladen von Operatoren):
|
|
Man beachte, dass der Modulo-Zuweisungs-Operator im Gegensatz zum einfachen Zuweisungs-Operator sowohl innerhalb als auch ausserhalb der Klasse überladen werden kann, obschon gewisse Quellen dies nicht erlauben. Es ist jedoch grundsätzlich zu empfehlen, Zuweisungs-Operatoren nicht ausserhalb der Klasse zu definieren.
Da der Modulo-Zuweisungs-Operator in C++ normalerweise einen lvalue zurückgibt, ist der Rückgabetyp der Überladung üblicherweise ein Referenz-Typ (&) der eigenen Klasse, wobei der Rückgabewert normalerweise mit return *this angegeben wird.
Der const-Prototyp macht auf den ersten Moment keinen Sinn, da bei einer Zuweisung im herkömmlichen Sinne das betroffene Objekt immer verändert wird. Man beachte jedoch, dass Felder von Klassen mittels der mutable-Speicherklasse deklariert werden können, was es ermöglicht, einen Modulo-Zuweisungs-Operator als konstant zu deklarieren. Bei Auftreten beider Prototyp-Varianten in einer Klasse wird jedoch grundsätzlich (ohne die Notwendigkeit eines const-Aufrufes) die nicht-const-Überladung aufgerufen.
Im folgenden Beispiel wird eine Klasse für einen String präsentiert. Der Modulo-Zuweisungs-Operator verkürzt den String (auf Englisch truncating oder clipping) auf die angegebene Anzahl Zeichen.
|
|